Meile der Demokratie in Magdeburg

 

Magdeburg – eine Stadt für alle

Auch die Meile der Demokratie am heutigen 16.Januar 2018 sollte unter diesem Motto stehen. Doch was geschah?

Die AfD, als demokratisch legitimierte Partei im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten, hat ihre Teilnahme an dieser Bekundung der Magdeburger zu Demokratie und Toleranz, angemeldet.

Ein Aufschrei ging durch die Öffentlichkeit.

Ich stehe auch nicht für die Meinung der AfD. Aber sie ist nun einmal von einer nicht unerheblichen Zahl Magdeburgern als ihre Vertretung in den Landtag gewählt worden.

Einige Organisationen und Parteien haben daraufhin gesagt, wenn die AfD in unseren Reihen steht, dann machen wir nicht mit.

Ist das der richtige Weg mit Meinungsbildern anders Denkender umzugehen? Ich meine NEIN. Die Meile der Demokratie sollte ausdrücken, dass die Magdeburger Toleranz üben können. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass ich Meinungen, die von meiner eigenen abweichen, ertragen kann und in die Wortdiskussion gehen kann. Ich sollte anderen zuhören, mich mit dem von ihnen Gesagten auseinandersetzen und schließlich Argumente finden, die mich in meiner abweichenden Meinung bestärken oder manchmal auch zu einer geänderten Auffassung führen.

Ich sollte auch denen zuhören, die gegen die Teilnahme der AfD demonstriert haben.

Ich kann aber denen nicht zuhören, die aus welchen Gründen auch immer, dann lieber von der Bildfläche verschwinden.

 

Alles andere würde zu einer „einheitlichen“ Regierungskonformen Meinung führen. An dieses Denksystem kann ich mich nur zu gut noch erinnern. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie ein solches System einen Menschen seelisch kaputt machen kann. Deshalb stehe ich für ein Magdeburg, in dem a l l e  einen Platz haben, stehe ich für die Demokratie mit all ihren Facetten.

Aufbruch von links – DEINE Meinung ist gefragt

Ich möchte Sahra Wagenknecht unterstützen und bitte Euch, an der von ihr initiierten Befragung teilzunehmen. Uns interessiert Eure Meinung dazu, wie ihr die Notwendigkeit einer Aufbruchsbewegung von links seht. Das Team Sahra hat dazu einen etwas ausführlicheren Online-Fragebogen vorbereitet. Ich bitte Euch herzlich darum, Euch zu beteiligen. Für die weiteren strategischen Überlegungen von Sahra Wagenknecht sind Eure Meinungen sehr wichtig. Und hier kannst Du ihr Deine Meinung mitteilen:

Der „Fall“ Oury Jalloh …

Ich finde es schon interessant welchen Stellenwert hier die Aussage eines Justizbeamten in betrunkem Zustand zukommen soll. Sich nur im alkoholisierten Zustand daran erinnern zu können, dass der betreffende Polizist früher mal bei der Feuerwehr war, lässt diesen Beamten daraus schließen, dass der Polizist Fachwissen über Brandbeschleuniger hat.

Heißt das, a l l e  Feuerwehrmänner haben Fachwissen über Brandbeschleuniger und sind somit potentielle Brandstifter?  Wenn so einer Gedankenkette eines alkoholisierten Hirns in einem Ermittlungsverfahren Glauben geschenkt werden soll, dann sage ich nur:  armes Deutschland.

Meine Empfehlung für Euch:

Lesung & Gespräch:

“Das rettende Ufer – Schwule Flüchtlinge berichten” mit Autor Axel Limberg
Mittwoch, 01. Dezember 2017 um 19 Uhr
Ort: Regenbogencafé des LSVD Sachsen-Anhalt e.V., Schäfferstr. 16, 39112 Magdeburg
Eintritt: frei
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Die Flüchtlinge sind das große Thema unserer Zeit. Einige Hundert von ihnen haben einen bestimmten Grund, warum sie zu uns geflohen sind: Sie sind wegen ihrer sexuelle Identität hier – als Schwule werden sie in ihrer Heimat verfolgt. Zuhause drohen ihnen Gefängnis, Folter oder der Tod. Je nach Heimatland, Region oder Stammesgebiet sind Homosexuelle verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Hinzu kommt die persönliche Situation: Wie öffentlich wurde ihr Schwulsein, müssen sie sich nicht nur vor dem Staat, sondern auch vor ihrer Familie fürchten? Die Lebens- und Leidensgeschichten von zwei schwulen Syrern werden in diesem Buch vorgestellt. Doch nicht nur Menschen aus dem Bürgerkriegsland kommen zu Wort – auch Flüchtlinge aus dem Irak, Afghanistan, Iran und Bangladesch werden porträtiert. Sie berichten von ihrer Leidenszeit zuhause, der Flucht, dem Ankommen in Deutschland. Und von den Lebensträumen, die in ihrer neuen Heimat Wirklichkeit werden sollen. Ein ehrenamtlicher Flüchtlingsbetreuer kommt im Buch zu Wort – ebenso weitere Interviewpartner: Eine liberale Imamin und ein Experte für Asylrecht beleuchten Hintergründe.Der Autor Axel Limberg ist nicht nur Journalist, sondern seit zweieinhalb Jahren auch ehrenamtlicher Flüchtlingsbetreuer in Hamburg. Für mehrere Jugendliche hat er Vormundschaften übernommen. Mit über 150 Adressen von Anlaufstellen für schwule Flüchtlinge!

Eine Veranstaltung des LSVD Sachsen-Anhalt e.V. mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und des Amtes für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg.

Quelle: http://heyevent.de

Meine Empfehlung für Euch:

Pressemitteilung 5/17

Hermann Buchholz           erinnert an Johannes Schlaf „Gespräche“ mit der Urenkelin

Magdeburg, 15. November 2017. Zu einer szenischen Lesung mit Charlotte Buchholz und Partner lädt der Verein Ge(h)denken in die Geschichtskantine Magdeburg in der Immermannstraße 29 ein. In einer gemeinsamen Veranstaltung  mit dem Förderverein der Schriftsteller e.V. wird die Magdeburger Autorin Charlotte Buchholz an den in Querfurt geborenen Schriftsteller Johannes Schlaf und an ihren Urgroßvater, den Lyriker Hermann Buchholz, erinnern. Und nicht nur das: Sie kommt mit ihrem Urgroßvater ins „Gespräch“, und es entspinnt sich ein lebhafter Austausch zwischen Beiden über Literatur, über den Schreibprozess damals und heute, über gesellschaftliche Entwicklungen und Persönliches.

Die Magdeburger Autorin nutzt als Klammer zwischen Schlaf und Buchholz den Literaturwissenschaftler Dr. Adalbert von Hanstein, der sowohl Schlaf als auch Buchholz gekannt hat. Die Zeit um 1900 war für die Entwicklung der Literatur eine sehr spannende. Dafür steht Schlaf in besonderem Maß als einer der wichtigsten Vertreter des konsequenten Naturalismus – mit seinem Schreibpartner Arno Holz. Sie haben mehrere Werke gemeinsam verfasst und herausgegeben.

Johannes Schlaf ist in Querfurt geboren, am Magdeburger Domgymnasium zur Schule gegangen und hat später mehrere Jahre in Magdeburg gelebt. Nach ihm ist eine Straße in Magdeburg benannt.