Kindheit in Trümmern – ein beeindruckendes Buch

Heute, 16.Oktober 2018, sitze ich voller Spannung und Neugier in der Stadtbibliothek Magdeburg.

Die Autorin Barbara Warning stellt ihr Buch „Kindheit in Trümmern“ vor.

Bildquelle: amazon.de

Niemand kann besser vor dem Krieg warnen als die, die ihn selbst erlebt haben. Die Schicksale, von denen Barbara Warning erzählt, sind dramatische und schreckliche Kindheitsgeschichten. Geboren wurden diese Kinder in den Wirren des Krieges, sie erlebten Hunger, Bombenhagel und die Angst vor dem Tod. Viele mussten flüchten mit dem, was sie am Leib trugen, unermessliches Leid vor Augen. Andere überlebten in zerbombten Städten. Und obwohl sie heute alt sind, Rentner, tragen sie noch heute die Wunden ihrer Kindheit – mehr noch: oft sind diese Wunden erst jetzt aufgebrochen.

Dabei ist dies kein deprimierendes Buch. Was zunächst auch an der lebendigen Aufmachung und Gestaltung liegt, aber Barbara Warning erzählt die Geschichten „ihrer“ Kriegskinder trotz eines sachlichen Abstandes sensibel und voller Sympathie. Die Betroffenen kommen immer wieder selbst zu Wort. Ergänzt werden ihre Schicksale durch allgemeine Exkurse und Erklärungen etwa über die Panik vor den Russen oder den Hamburger Feuersturm.

Die erzählten Schicksale sind sehr nah. Denn auch ich habe viele Parallelen zu Verhaltensweisen meiner Eltern und Großeltern entdeckt. Ja selbst das eigene Leben zeigt, dass sich derartige Traumata in kommende Generationen vererbt. Die Wissenschaft hat inzwischen sogar nachgewiesen, dass sich sogar die DNA, das menschliche Erbgut durch derart gravierende Kriegserlebnisse verändert.

Ich bekomme Gänsehaut, weil mir bewusst wird, welche immensen Schäden Krieg und erlebte Gewalt verursacht. Nicht nur materielle Schäden, sondern auch die gesundheitlichen, die über viele Generationen noch nachwirken.

Da heißt für mich auch, es gibt nur eine einzige Konsequenz daraus:  #aufstehen gegen Aufrüstung und Krieg.  

Ein unvergesslicher Abend mit Udo Schenk

29.September 2018 – Stiftskirche St.Servecias zu Quedlinburg

Ich bin gespannt was mich erwarten wird. Es geht um HEINRICH, König und Kaiser – Herrscher und Heiliger. Ich bin nicht gespannt, weil ich ein absoluter Geschichtsfreak bin, nein aus einem ganz anderen Grund.

Der Schauspieler Udo Schenk erzählt aus der Sicht des Chronisten „Thietmar von Merseburg“ die faszinierenden Geschichten der mächtigen Herrscher und ihrer berühmten Frauen, die vor nahezu 1100 Jahren in meinem heimatlichen Raum lebten und herrschten.

Und das Ganze wird mittelalterlicher Musik untermalt. Nein auch hier nicht irgendwelcher Straßenmusiker, die auf Mittelalterlichen Märkten tingeln. Nein hier spielt die Capella Antiqua Bambergensis auf mehr als 50 historischen Musikinstrumenten! Ein ausgesprochener Genuss für meine Ohren. Die Musiker haben mich mit auf eine musikalische-literarische Reise in längst vergangene Zeiten mitgenommen.

Ich habe mich auf die Höfe der Herrscher versetzt gefühlt, das fröhliche ausgelassene Leben damals gespürt, aber auch das melancholische, manchmal traurige von Tod und Krankheit geprägte Leben.

Ich fühlte mich mittendrin in der damaligen Zeit und erlebte einen unvergesslichen Abend.

Mit der Person Thietmar von Merseburg habe ich auch einen Bogen zur Literatur geschlagen. Thietmar war Bischof von Merseburg und ein wichtiger Geschichtsschreiber in der Zeit der Ottonen. Sein 1.000er Todestag jährt sich am 1.Dezember 2018. Aus diesem Anlass wird er im Rahmen der Landesliteraturtage in Sachsen-Anhalt mit zeitgenössischer Literatur geehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine großartige Premiere von Wagners Walküre in Magdeburg

… und ich durfte dabei sein. Ich gebe zu, es ist schon sehr lange her dass ich in einer Oper war. Dank meines Schatzes wurde ich vor kurzem auf Wagners Walküre in Magdeburg aufmerksam. Ich hatte Glück bekam sogar noch Karten für die Premierenaufführung. Und ich habe es nicht bereut! Für diese Inszenierung muss man nicht zwingend absoluter Opern-Fan sein. Diese Aufführung kann ich wirklich nur jedem wärmstens empfehlen.                                                                                                                                                                                                                                                                                         Quelle: Volksstimme; Montag, den 10.09.2018

Im Namen der Demokratie

Für alle die sich nicht erinnern können ……

Ich finde, das ist ein total gelungener Clip. Hier müssten sich alle angesprochen fühlen. Darum macht mit!

Für alle, die sich nicht erinnern…

Für alle, die sich nicht erinnern…

Gepostet von Aufstehen am Sonntag, 2. September 2018

Sommer für die Ohren : Orgelkunst mit Michael Unger …

Michael Unger ist Professor an der Cincinatti University, USA  und begeisterte mich mit seinem erstklassigen Siel an der Paradiesorgel und der großen Schuke-Orgel im Magdeburger Dom. Seine Orgelkunst bespielte den Dom in seiner herrlichsten Jahreszeit, der Zeit des milden Sonnenlichtes, der strahlenden Abende und der lauen Temperaturen die ein wenig mediterrane Atmosphäre in den Dom bringen. Einfach nur die Augen schließen und die Orgelklänge auf sich wirken lassen.

Ausschnitt vom Orgelspiel auf der großen Schuke-Orgel am 20.07.2018 im Magdeburger Dom

So einen Abend kann ich jedem nur empfehlen.

Prof. Michael Unger