L E S E T I P P :

Die Sinne anregen

Führung im Hambuger Bahnhof | © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Anika Büssemeier

Frau Kastner und ihre Kollegin wollten etwas für
Menschen mit Demenz tun. Sie hatten eine Idee für eine besondere Führung durch ein Museum. So entstand vor 10 Jahren die erste Museums-Führung für Menschen mit Demenz in Deutschland. Zum Artikel (Leichte Sprache)

L E S E T I P P :

Beyond Welcome

Die Chöre der Angekommenen. Indiskrete Platzbefragung am 24.6.2017 in Berlin | Foto: Majka Czapski (CC BY-ND 2.0)
Leistungsstarke Soundanlagen und Megaphone gehören dazu: Das Hamburger Kollektiv „Schwabinggrad Ballett/Arrivati“ entwickelt künstlerische Interventionen jenseits ritualisierter Protestformen. Mit ihrer jüngsten Aktion, den „Chören der Angekommenen. Indiskrete Platzbefragung”, werfen sie einen kritischen Blick auf die Situation Geflüchteter in Berlin. Zum Artikel

L E S E T I P P :

Under the Mango Tree

Bildung muss dekolonialisiert werden, sagen Sepake Angiama, Leiterin der Vermittlung der documenta 14 und Elke aus dem Moore, Leiterin des Bereichs Bildende Kunst am Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Im Interview sprechen sie über neue Bildungsansätze, machtkritische Lehrpläne und ihre Konferenz „Under the Mango Tree“ zu alternativen Formen des Lehrens und Lernens in der Kunst. Zum Artikel

Neugierig auf ein neues Buch von mir?

Liebe Freunde,

heute stelle ich Euch einen kleinen Manuskriptauszug aus meinem neuen Buch vor. Es ist noch lange nicht in einem Stadium, dass es bald veröffentlicht werden kann. Aber vielleicht kann ich den Einen oder Anderen schon ein wenig neugierig machen.

 

Mein Schatten

 

Was ist das für ein Gefühl? Die meisten Menschen würden diese Frage nie stellen. Viel zu groß ist ihre Angst vor den eigenen seelischen Abgründen, über die wir keine Kontrolle haben. Diese Tiefe menschlichen Daseins hat einen Namen. Doch den nimmt niemand gerne in den Mund. Ein Wort, dass Unbehagen verbreitet, ein Wort, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben. Oft wird es nebulös umschrieben: „Na…du weißt schon.“ Sobald man das Wort auf der Zunge hat, scheint es kein Zurück mehr zu geben zu einem “Sie hat nur etwas Stress in letzter Zeit.“ oder einem im Singsang vorgetragenen: “Auf Regen folgt Sonnenschein“.

Doch was ist ES nun für ein Gefühl? Du kennst sicher Peter Pan und seinen Schatten. Sein Schatten spielt Fange mit ihm, will einfach nicht das tun, was von einem Schatten verlangt wird und piesackt Peter. Am Ende muss er angenäht werden. Für mich fühlt ES sich genau so an.

Ich habe keinen Schatten, der, wie man von ihm erwarten würde, ein stiller Begleiter durch mein Leben ist, sondern ein außerordentliches Großmaul! Er ist ein schwieriger Zeitgenosse. Sehr leicht reizbar, aufbrausend, rachsüchtig, eifersüchtig und gerissen. Immer muss er sich einmischen. Er flüstert mir Dinge ins Ohr, bringt mich auf düstere Gedanken und bringt mich dazu, falsche und verletzende Dinge zu sagen und zu tun. Wenig später erkenne ich mich selbst nicht mehr. Hätte ich ohne ihn so reagiert? In einem letzten verzweifelten Versuch den Glauben an mich und meine guten Seiten festzuhalten, rede ich mir ein: “Niemals!“. Aber sicher bin ich mir da nicht.

Mein Schatten raubt mir den Blick auf die Sonne oder auf meine Mitmenschen. Er stiehlt mir Wärme, bis es um mich kalt und düster ist. Doch sein liebstes Spiel ist der Abgrund. Dabei lässt er mich am Rand eines großen Loches balancieren und wartet darauf, dass ich unaufmerksam bin, dass ich die Balance verliere. Das ist dann sein Auftritt. Er nimmt Anlauf und stößt mich wie ein Ziegenbock mit seinen Hörnern in den Abgrund. Ich hasse den Abgrund. Dort bin ich meinen tiefsten Ängsten und meinen größten Selbstzweifeln schutzlos ausgesetzt. Mir erscheint es unmöglich, einen Weg heraus zu finden. Ich bin gefangen in meinem Selbsthass und je länger ich dort bin, desto stärker wird mein Schatten und es wird immer schwieriger den hinterlistigen Gedanken, die er mir einimpfen will, keinen Glauben zu schenken. Ich könnte ewig weitererzählen, denn meinem Schatten fällt ständig etwas Neues ein, um mich auf die Probe zu stellen. Aber ich will nicht lügen. Ich kann lernen damit umzugehen. Ich muss es lernen, um nicht unterzugehen. Ich muss lernen mich selbst wieder zu lieben, die kleinen Dinge im Alltag zu genießen und mich zu öffnen. Denn meine Isolation ist Futter für meinen Schatten. Es ist eine tägliche Gradwanderung am Abgrund. Es ist anstrengend, nervenaufreibend und immer wieder verliere ich das Spiel. Ich habe aber auch gelernt, wenn ich offen bin und über meine chronische Depression rede, strecken sich Hände in meinen Abgrund, die mir helfen, mich wieder aufzurappeln.

Warum ich diesen Text schreibe? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Vielleicht hoffe ich, dass ich nicht alleine bin mit diesem Gefühl. Dabei klingt in diesem Fall Singular so harmlos. Es ist eher eine tosende Welle aus Gefühlen, die in einem ohrenbetäubenden Lärm über mir zusammenbricht und mich unter ihr begräbt. Vielleicht hoffe ich, jemanden zu helfen, sich nicht alleine damit zu fühlen. Vielleicht tue ich es aber auch einfach, um mir selbst zu helfen. Vielleicht auch, um einen, wenn auch nur kleinen, Einblick zu geben, wie es sich anfühlt: Das Leben von meinem Schatten und mir.

Facebook versus Demokratie – Werden wir von den sozialen Medien in unserem Wahlverhalten beeinflusst?

Zitat
Der Staat lagert die Aufgabe, Richter und Henker über die Meinungsfreiheit zu spielen, an Social-Media-Firmen aus. Es könnte eine halbe Selbstaufgabe der Demokratie bedeuten, wenn Plattformen wie Facebook für unseren öffentlichen Diskurs noch mächtiger und zentraler werden als bisher.
Netzpolitik.org-Chef Markus Beckedahl kritisiert das Netzwerkdurchsetzungsgesetz der Bundesregierung.
wired.de

Mehr Demokratie, aber wie? Gibt es in Deutschland die Möglichkeit von Volksentscheiden?

Am 12.April 2017 fand im Magdeburger Roncalli-Haus eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt. Vertreten waren neben vielen interessierten Besuchern Politikwissenschaftler und Landespolitiker. Den Bericht des OK Magdeburg (45 Min) über die Podiumsdiskussion finde ich sehr interessant und stelle ihn Euch hier ebenfalls zur Verfügung. Diskutiert wurden vor allem die Möglichkeiten der direkten demokratischen Verfahren. Hier stellt sich die Frage, ob nicht das Volk bestimmte Dinge direkt und verbindlich an Stelle der Parlamente entscheiden sollte. Ein interessantes Thema insbesondere im Jahr der bevorstehenden Bundestagswahl!!!!

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Bist Du für oder gegen einen Krieg?

Bist Du für oder gegen einen Krieg?

Ihr glaubt die Frage ist zu einfach? Finde ich nicht. Wir alle haben die Wahl. Wir müssen uns nur entscheiden. Gerade wir Ostdeutschen haben schon einmal bewiesen, GEMEINSAM SIND WIR STARK und können so auch Veränderungen herbeiführen.

Bist Du nun für oder gegen einen Krieg? Hab Mut und zeige Gesicht. Meine vielschichtigen Entscheidungen auf diese eine Frage heruntergebrochen, zeigen plötzlich auch Lösungswege für die vielen anderen Dinge, die mich beschäftigen.

Ist das in Deutschland herrschende System noch gerecht? Ist es gerecht, dass die Einen arm und die Anderen reich sind, weil die Einen eben faul und die Anderen emsig schaffend sind? Reichtum rekrutiert sich in Deutschland und in der ganzen Welt längst nicht mehr aus Leistung und Arbeit. Reichtum entsteht inzwischen vor allem aus dem Besitz selbst. Die Reichen lassen ihr Geld arbeiten, nichts anderes. Und nebenbei haben sie so viel freie Zeit gewonnen, dass sie sich immer neue Methoden und Modelle ausdenken können, wie sie den Staat dazu nutzen können, ihren schon vorhandenen Reichtum weiter zu mehren. Ist das gerecht? Hat dieses System etwas mit Demokratie zu tun? Hat das alles etwas mit der viel beschworenen Rechtsstaatlichkeit zu tun?

Und wie verhält sich unsere Bundesregierung dazu? Kann in den Augen der Bundesregierung Krieg rechtmäßig sein?

Angela Merkel wie auch Sigmar Gabriel haben Verständnis für den Militärschlag der USA geäußert. Und auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich weit aus dem Fenster gelehnt – so weit, dass sie unter normalen Umständen kopfüber hinausfallen müsste. Sie hatte die Frechheit, eine unbewiesene Behauptung als Fakt hinzustellen. Neudeutsch würde man sagen, sie hat aktiv und wider besseres Wissen „Fake News“ verbreitet. Und damit zu einem völkerrechtswidrigen Krieg aufgerufen. Weniger neudeutsch formuliert: sie hat gelogen. Den Militärschlag der USA hat die Regierung als „nachvollziehbar“ empfunden. Ein Militärschlag, der keinerlei sachliche Begründung hatte. Unser Verständnis von Rechtsstaatlichkeit geht davon aus, dass so lange keine Beweise für die Schuld eines Verdächtigen vorliegen, er kein Täter sein kann, sondern eben nur ein Verdächtiger. Auf einen Verdächtigen schießt man aber nicht. Man klärt ab, ob die Verdächtigung zutrifft, ob nachweisbar ist, dass sie gerechtfertigt ist. Man sucht also nach Beweisen, und erst wenn diese vorliegen, kommt man zu einem Urteil und handelt entsprechend.

Mit anderen Worten, unsere Bundesregierung bricht mit ihrem Verständnis für Militärschläge selbst ihr geltendes Recht. Sie ist dabei, die Staatsgrundlagen zum Nachteil der kleinen Leute umzubauen. Ihr Freund Erdogan macht es vor, zeigt ihnen eindrucksvoll wie es geht. Wollen wir so lange warten, bis sie das eigene Volk niederdrücken, ausspionieren und drangsalieren? Und das nur weil die Mehrheit von uns für Gerechtigkeit und Frieden ist?

Ich habe schon einmal erleben müssen, wie grausam eine Staatsmacht gegenüber denen werden kann, die für eine bessere Welt kämpfen und einstehen. So etwas darf nie wieder passieren.

Komme ich an dieser Stelle auf meine eingangs gestellte Frage, ist für mich die Antwort ganz leicht. Ich bin gegen Krieg und würde mich über jeden freuen, den ich hier zum Nachdenken bewegen konnte. Und wenn ihr meinen Gedanken folgen könnt, dann holt Euch bei den NEULANDREBELLEN noch mehr Informationen.