Werbung für eine Lesung im Magdeburger Moritzhof


„Warum die Sachsen-Anhalter nackt wandern und ihre „Tote Oma“ lieben“ … LESUNG

24. April  l  15.45 Uhr  l  HofGalerie im Moritzhof Magdeburg
 

 

Als Küstenelli mit nordischem Migrationshintergrund hat Edith Jürgens die Palette der Geschichte, Kultur, Ausflugsziele und Traditionen des östlichen Bundeslandes originell protokolliert. Unbekümmert marschiert die Großfamilie in der Freizeit Nacktwanderwege entlang. Sie verspeisen „Tote Oma“ aus der Bratpfanne mit Würchwitzer Milbenkäse. Für Gipfelstürmer wurde der „Brocken“ als Kletterziel in den Harz gestellt. Wertvolle Tipps zur Kommunikation erleichtern den Kontakt mit der Bevölkerung. Wird das „G“ im Alphabet gestrichen, durch ein weiches „J“ ersetzt, klappt es auch mit den Bewohnern dieses außergewöhnlichen Landstriches. Orte wie Schreckenstürme, Gletschertöpfe, Pyramiden erzählen ihre Geschichte. Historische Überlieferungen wurden humoristisch aufbereitet. Für alle Fans von Land und Leuten und deren rätselhaften Gepflogenheiten gibt es eine Menge erfreulicher Attraktionen abseits der üblichen Wanderwege. Ein idealer Wegweiser durch das Land der Frühaufsteher für Schaulustige, die außerhalb der ausgetretenen Pfade unterwegs sein möchten.

Präsentiert vom Machtwortverlag
Der Eintritt ist frei! 

Herrschaft und Unterdrückung

Der Mensch darf seine eigenen Probleme und Ideale nicht höher bewerten als die der anderen. Ihm wurde bewusst, dass die Menschen, die andere unterdrücken, selber unfrei sind, sonst hätten sie dieses Bestreben nicht.
Jemand, der zufrieden ist, der im Einklang mit sich selbst und seiner Umgebung lebt, dem es körperlich und seelisch gut geht, hat es nicht nötig, über andere zu herrschen. Doch wo findet man solche Menschen in dieser mit Ideologien vergifteten Welt?

aus dem Roman: „Das Lied des Wüstenvogels“ von Michael Krause-Blassl
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Versperrte Wege


Ich sehe dicht gerollten Stacheldraht inmitten karger Landschaft. In den Rollen flattern Stofffetzen im Wind, Reste von Hosen, Kleidern, T-Shirts. Mein Blick wandert, erfasst große flehende Kinderaugen in dreckigen Gesichtern, hinter ihnen enttäuschte und schimpfende Erwachsene, die Eltern dieser Kinder? Dies vermag wohl in diesem Moment niemand mit Sicherheit zu sagen. Erkennbar ist nur, dass eine große Menschenmenge verzweifelt in einer scheinbar elendigen menschenunwürdigen Situation steckt.

Was ist geschehen? Kurz zuvor schossen mazedonische Polizisten durch den Zaun auf diese Flüchtlinge der anderen Seite. Sie verhinderten den gewaltsamen Durchbruch.

Und wir? Was macht das öffentliche Deutschland? Hier wird mit ausgestrecktem Finger auf diese doch so unbarmherzigen mazedonischen Polizisten gezeigt. „Wie können die nur?….“

Ja, diese Frage sollten wir uns alle selbst beantworten. Von den schießenden Polizisten diese Antwort zu erwarten ist unfair, falsch und hinterhältig. Mitteleuropa und allen voran die Deutschen war es, die hier keine Flüchtlinge mehr haben wollten! Und damit wir uns nicht die Finger schmutzig machen, haben wir von den Ländern, die an unserer europäischen Außengrenze liegen, verlangt, sie sollen doch den Flüchtlingsstrom aufhalten. Wir haben es selbst nicht geschafft und sind jetzt so feige, diese Aufgabe den anderen aufzubürden ohne einen Lösungsweg mit zu liefern.

Faktisch sind wir es, die auf diese Kriegsflüchtlinge schießen. Wir können uns nicht einfach umdrehen und so tun, als ob wir das Elend und den von uns verursachten Tod nicht sehen. Tun wir es dennoch, ändert das nichts an der Tatsache, dass wir mitverantwortlich sind.

Wir dürfen uns nicht schuldig machen am Tod tausender Menschen, die auf der Flucht vor genau diesem Tod sind. Die Deutschen haben in ihrer Geschichte schon einmal schwere Schuld auf sich geladen. Dies darf nicht noch einmal passieren.

    Quelle: stern © Ognen Teofilovski/Reuters

Die Welt schreit nach Gerechtigkeit

Karfreitag, zwei Tage vor dem Osterfest, blickt die christliche Welt auf den Tod Jesu Christi.
 

Ich sehe mir den Fernsehgottesdienst aus der Mannheimer Citykirche Konkordien an. Ich weiß, es wird der Alltag von Menschen Thema sein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Dieses Thema interessiert mich.
 

Ich höre, dass es darum geht, spüren zu lassen, was wichtig ist: Das Leben zu teilen mit Flüchtlingen und Armen, mit psychisch Kranken, Hilfe in der Not zu gewähren, miteinander zu sprechen und nicht nur übereinander, aufeinander zu hören und eine Not nicht gegen die andere auszuspielen.
 

Ich bin von Hoffnung getragen. Die Pfarrerin Ilka Sobottke sagt: „Gott selbst stellt sich mit seinem Leiden und Sterben an die Seite der Leidenden in dieser Welt und sucht so Versöhnung zu ermöglichen inmitten der Todesmächte aus Hass und Gewalt und Lebensverachtung“
 

Doch dann geschieht das für mich unfassbare. Betroffene aus Mannheim stehen auf und berichten von dem Hass und der Gewalt, die Ihnen in Deutschland entgegenschlägt. Sie klagen Gott an. Da sind Mustafa Mawlood, der aus dem Irak flüchtete, weil er für westliche Botschaften arbeitete und deswegen verfolgt wurde; Shavgar Murad, der seine Eltern und Geschwister aus Syrien nach Mannheim rettete, weil sie daheim bei den ständigen Bombenangriffen alles verloren hatten; die in Deutschland geborene und aufgewachsene Islamwissenschaftlerin Bahar Yeniocak, die sich im interreligiösen Diskurs und in der Flüchtlingshilfe engagiert; die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Konstanze Wegner, die die stetig steigende Armut in Deutschland beklagt sowie Melissa Nonnenmacher, die regelmäßig in die Vesperkirche geht und sich auch als selbst Betroffene im Bereich derer engagiert, die mit Psychiatrieerfahrungen leben.
 

Jeder einzelne Bericht klagt Gott an und mir schießen immer wieder die Tränen in die Augen. Von Bericht zu Bericht wird es immer schlimmer. Ich bin unendlich traurig und frage mich, wo ist meine Hoffnung geblieben, die ich vor wenigen Minuten noch hatte.
 

Unser Leiden ist nicht Ursache der vielen Fremden, die bei uns Schutz suchen. Mir wird klar, dass wir leiden, weil die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Das Herr der Armen und von der Gesellschaft ausgegrenzten Menschen wird immer größer und rückt immer dichter an uns heran. Wir fühlen uns ohnmächtig gegenüber den Mächtigen dieser Welt. Sie kennen keine Gerechtigkeit, sie kennen nur ihre eigenen Vorteile. Und dafür stürzen sie Millionen Menschen in den Tod und unendliches Leid. Damit muss endlich Schluss sein. Nur Tränen zu vergießen, über die schlimmen Schicksale hilft nicht daran etwas zu ändern. Wir müssen aufstehen und die Missstände anklagen. Millionen Stimmen müssen nach Gerechtigkeit schreien, sie einfordern. Nur dann wird das Leid ein Ende finden.

Was macht die Leipziger Buchmesse 2016 mit mir?


Nun, zunächst rein äußerlich betrachtet, haben mich die Messetage an meine physische Grenze geführt. Ehrlich gesagt, ohne die vorherige Zusammenstellung meines ganz persönlichen Programms, hätte ich mich im dichten Gedränge der 5 Messehallen wahrscheinlich verloren. Doch ich hatte mir ja ein Ziel gesetzt.

Ich bin auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, die mir das Leben stellt, nach Inspirationen, nach Geschichten, die Menschen erleben und bewegen.

Verändern sich die Lebensumstände der Männer? Stellt Ihnen das Leben heute andere Aufgaben als früher und kommen sie damit klar? Sind sie hinsichtlich ihrer Probleme verschwiegen oder warum ist der Anteil der Frauen in psychotherapeutischer Behandlung größer als der der Männer. Anregungen dazu fand ich schon am ersten Tag bei Dasa Szekely (Das Schweigen der Männer).
 

Und wie gehen Männer mit ihren Ängsten um? Gibt es auch hier Unterschiede zwischen Mann und Frau? Welche Ängste bewegen die Menschen heute? Dazu hielt ebenfalls der erste Tag ein interessantes Gespräch mit Michael Kegler bereit (Die Installation der Angst von Rui Zink).

Angst als Machtmittel in der heutigen Gesellschaftsordnung? Wovor habe ich Angst? Der Terrorismus in der Welt macht mir Angst, der mögliche Zusammenbruch der Finanzmärkte. Was wird mir die Zukunft bringen? Sind die Regierungen dieser Welt überhaupt noch am Wohl des Einzelnen und der Völker interessiert? Ich habe immer öfter den Eindruck, dass es nur noch um den eigenen Machterhalt geht. Es findet in zunehmenden Maße ein Verteilungskampf statt. Kann ich dem entgehen? Gibt es Alternativen, für die es lohnt, sich einzusetzen? 

Die von Sahra Wagenknecht (Reichtum ohne Gier) im Autorengespräch mit dem ZDF vorgestellten Ideen, könnten eine Lösung sein. Nur derartige Lösungen lassen sich nicht so schnell umsetzen. Gebe ich deswegen aber gleich auf und sage, die da oben machen sowieso was sie wollen. 


Oberst a.D. Reiner Buske hat mir in seinem Gespräch über das Buch „Kunduz“ Mut gemacht, nicht alles so einfach hinzunehmen. Dinge, die ich für falsch erachte, muss ich auch unbedingt aussprechen. Und ja, manchmal ernte ich dabei viel Gegenwind, handele mir Ärger ein, aber ich bleibe mir selbst treu und verbiege mich nicht, um den mächtigen dieser Welt zu gefallen.

All das bereitet mir aber auch Stress und Druck. Manche Nacht finde ich nicht zur Ruhe, schlafe schlecht. Warum ist das so und kann ich daran etwas ändern? Antworten, Anregungen und Erklärungen über Zusammenhänge fand ich bei dem Vortrag von Dr. Hans-Günter Weeß. 

Er ist einer der führenden Forscher in der Schlafmedizin und stellte sein Buch „Die schlaflose Gesellschaft“ vor. Und da ich ja auch zu den Menschen gehöre, die insbesondere Abends über so vieles ins Grübeln kommen, hat die gleich anschließend stattgefundene Buchpräsentation von Dr.Tobias Teismann (Grübeln- Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst) die Sache abgerundet. 

Beide Autoren haben es hervorragend verstanden, komplizierte Zusammenhänge im Denken und Handeln, mit einfachen Worten für jeden verständlich darzustellen. Sie haben die Zuhörer mit ihrer Art regelrecht gefesselt. Ein tolles Erlebnis.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass meine Herkunft, meine Lebensbiografie einen entscheidenden Anteil daran hat, wie ich Stress und Leistungsdruck erlebe, welche Ängste in mir stecken, mich teilweise im Leben behindern. Mit Matthias Lohre durfte ich einen Menschen kennen lernen, der das genauso denkt und den Mut gefunden hat seine Geschichte, wie die seiner Eltern aufzuschreiben (Das Erbe der Kriegsenkel – Was das Schweigen der Eltern mit uns macht).

Manch einer mag bei diesem Zusammenhang eine Schuldzuweisung an die Eltern verstehen. Ich nicht! Und ich fand mich in dem Gespräch mit der Philosophin Svenja Flaßpöhler (Verzeihen – vom Umgang mit Schuld) bestätigt. 

Diese Veranstaltung hat mich sehr tiefschürfend ins Nachdenken gebracht. Ja, das banale alltägliche „Verzeihen“ ist eher eine Floskel ohne größere Bedeutung. Aber wann kann mir jemand verzeihen? Nur das Unverzeihbare kann verziehen werden. Ein vermeintlicher Trugschluss in sich? Nein, es kann mir aber nur verziehen werden, wenn es nach Verzeihung ruft. Dazu ist eine besonders schwere Schuld von nöten. Erst dann kann mir jemand verzeihen, indem er nämlich „auf Vergeltung verzichtet“. Verzeihung bedeutet nämlich solch einen Verzicht zu üben. Und daraus folgt, dass niemand sich selbst verzeihen kann.

Viele interessante und spannende Fragen aus dem Leben, die mir da begegneten. Und was mache ich nun mit den Antworten, Anregungen und Ideen, die ich gewinnen konnte? Für mich ist es völlig klar. Das sind meine Botschaften, die ich Euch mitteilen möchte, verpackt in Geschichten und Erzählungen, die ich aufschreibe. Diese dann aber auch gut anzubringen, dazu bedarf es eines erfolgreichen Selbstmarketings.

Tipps und Ideen habe ich mir dazu geholt von Wibke Ladwig, Social Web Rangerin, von Eva-Maria Holzmair von neobooks zum Thema Metadaten und SEO (Suchmaschinenoptimierung im Internet) und von Thorsten Simon (BoD) zur Pressearbeit. Wie ich dabei das soziale Netzwerk für Literatur log.os nutzen kann, erfuhr ich von Tea Herovic, wie ich meine Lesungen besser gestalten kann, von Sewastos Sampsounis (Größenwahn Verlag).

Und dann war da noch das sehr erfrischende und vor Elan sprühende Gespräch der Erfolgsautorin Nina George (Das Traumbuch) mit Anke Gasch über Internetpiraterie und Möglichkeiten dies zu minimieren.

Ihr habt bemerkt, für mich war es eine rundum erfolgreiche und interessante Buchmesse 2016. 

 Christian Linker gibt mit seinem Buch „Dshihad Calling“ einen Einblick in die Faszination junger Menschen für den IS

“ #regretting motherhood – Wenn Mütter bereuen “ Die israelische Soziologin Orna Donath greift die Frage auf, ob Frauen aus einer gesellschaftlichen und moralischen Verpflichtung heraus Kinder zur Welt bringen, aber diese Geburt eigentlich bereuen. Mit ihrem Buch  löst sie weltweit eine Debatte aus.

Heute mal ein Buchtip

„Zlatans Erbe“   von Dana Müller

Aus dem Buch:

„In der Finsternis ein Licht, ein winziger Funke, der stetig an Größe gewinnt. Ein Hoffnungsschimmer, dessen Wärme mich umgibt. Ich strecke meine Hand nach ihm aus, versuche ihn zu greifen, aber er ist zu weit weg, wie ein Stern, dessen Leuchten mich erfüllt. Er wird größer und sein heller Schein brennt auf meiner Haut, kriecht in mich hinein und jagt durch meinen Körper, wie heiße Lava, die mich von innen heraus verbrennt.“